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Ähn•lich, so, dass zwei Personen oder Dinge relativ viele Merkmale gemeinsam haben.

Ich mag den Familientisch, hier werden nicht nur Ideen geboren. So habe ich den Mund gerade voll mit Pommes und dieser ganz schrecklich scharfen Soße, da verkündet meine Tochter, auf meine kurzen Atemzüge, die vielleicht meine letzten sein könnten- "Scharf ist keine Geschmacksrichtung." Fantastisch, ich veratme gerade den Protest. Scharf ist ein Schmerz, den ich jetzt deutlich spüre. Und irgendwie will es nicht in mich hinein, dass er den Geschmack verstärkt und all das nur wegen der verbesserten Durchblutung. "Ähnlich wie Sport", das verstehe ich nun doch. Obwohl.., verstärkt bleibt hier nur der Schmerz, ich schmecke praktisch nichts anderes mehr. Versuche mich zu konzentrieren- Nö da ist nichts. Hitzerezeptoren wohin ich fühle. Spüle mit einem Glas Wasser nach und gieße so noch Brandbeschleuniger auf meine Wunden. Es gibt 5 Geschmacksrichtungen, google ich später, süß, sauer, bitter, salzig und umami. Diesen letzten haben wir nicht mehr. Fleischig, würzig, obwohl- wohlschmeckend kennen wir dann doch. Gebe mich geschlagen, auch von der Soße, denn um die mache ich ab jetzt einen riesen Bogen.

Ein Einziger Schneeball

Himmel
Es gibt verschiedene Tage.
Ich meine nicht diese, an denen Dir Dein Sohn seine erste Zahnlücke zeigt und dass er Deine Handynachrichten lesen kann.

Ich meine Tage, für die Du nichts kannst. Wo ein einziger Schneeball eine riesige Lawine auslöst. Das ist ein Effekt und in meinen Bildern liebe ich das Drama.
Im wahren Leben habe ich es gern still, dann hab ich Söhne ohne Wackelzähne am allerliebsten.

Vor allem aber, habe ich mein Leben lieber ohne unvorhergesehene Überraschungen.

Wir haben heute wieder über den Tod gesprochen und meine kleine Freundin zu meinen Füßen sagt, dass sie verbrannt werden will, wenn sie stirbt, damit niemand ihr Amulett sieht. "Meine Knochen", fügt sie hinzu, als ich sie still ansehe.

Kinder in ihrem Alter sollten Zeit haben, starke Erwachsene zu werden, mit Mama auf der Wiese liegen, und sich in Phantasiegeschichten verlieren, spielen, lachen, auf Bäume klettern, .. sie sollten vor allem keine Zeit haben sich mit dem Tod zu beschäftigen. Und doch fragt sie sich jeden Tag. Schwimmen Tote im Meer oder fliegen sie im Himmel? Verteilen sie sich über die ganze Welt? Oder ist selbst der Himmel begrenzt?

Mir fällt so viel ein, wenn ich ihr zuhöre, vor wenigen Monaten ist meine beste Freundin gestorben, aber ich sehe die Kleine nur an, als müsste ich sie mir einprägen, damit sie mir nicht auch verloren geht.

Sie schreibt feine Linien auf meine Schuhe.
Und dann weiß ich, was ich ihr sagen will.-

Und zu meinen Füßen
sitzt die kleine Tochter
meiner besten Freundin

und hört mir zu. ....