Nicht unter einer halben Minute zur Erkenntnis

KurzerFeuertanz
Die Temperamente meiner Söhne


Hier Bela, 6 Jahre, in chaotischer Einsamkeit- wird zur Taschenlampe in seiner Hand, während sich seinem Bruder zeitgleich, das gerade entstehende Bild auf die Netzhaut brennt
& Oke beim Anblick des freigegebenen Photos auf der Canon, nur noch ergriffen schluchzt -
Das hab ich gesehen, Bela!!





LangerFeuertanz
Oke, 9, mit nur langsam erlöschendem Bild auf der Netzhaut, in eher vernünftiger Gleichmäßigkeit im Bild darunter.
Während nun hier, lange Striche seine Größe unterstreichen...
bestätigt sich in mir der Verdacht, dass der Jüngere von Beiden vielleicht gerade nicht in der Pubertät ist-
zumindest aber im Rubikon.
Ahhhh!

Mo Vision Night Photography, nicht unter einer halben Minute zur Erkenntnis!

Eine Ganz Alte Feuchte Sache von 1902

SchirmLost Places II

Immer wieder ein Wahnsinns Gelände und unglaubliche Gebäude. Dieses Mal zwei Tage verlorener Platz und 7 Häuser. Darunter eine unterirdische Vernetzung zwischen Männer- und Frauensanatorium und noch tiefer, eine ganz eigene Familiengeschichte, weil meine Großmutter in genau dieser Klinik gesundet ist. Das ist lange her, aber nah genug mich auf die Suche zu machen.

Es ist nicht viel los auf den ellenlangen Fluren, manchmal ist man erschreckend lange allein in einem ganzen Haus voller Zimmer und Türen, die verschiedene Stadien des Zerfalls beherbergen und nichts weiter als uralten Staub, Trümmer und fallende Farbe.

Und es ist wunderschön, selbst durch den Dreck, sehen wir auf die unglaubliche Geometrie des Gebäudes. Sehen seine Knochen und das, wie durch Augen gespiegelte, Licht bricht sich in tausenden tanzenden Schatten an seinen Wänden.

Könnte mir vorstellen, dass man F o l ter/Kammern rand-f o l ;) mit eisernen Lungen, Inhalatoren, Belüftungsschlitzen und Sonnenterassen finden konnte- Damals!

Heute: bringt der Aufenthalt einem eher Tuberkulose ein und die Feuchtigkeit lässt manches leben- von dem man lieber hätte- es wäre tot!

Die letzten Bewohner dieses Hauses sind 'geschwunden', entweder hat die Liegekur ihr Bestes getan, oder das Tuberkel-Bakterium. Es bleibt zu hoffen, dass der leichte Husten der mich, seit meiner Abreise von dort, begleitet, nicht so eine ganz alte feuchte Sache von 1902 ist

..und v o r mir geht.

Schritt für Schritt

Time lineBewege mich auf dünnem Seil zwischen 5. & 6. Lendenwirbel. Ich bin langsamer als sonst. Und gleichzeitig habe ich viel mehr Zeit.
Das Wochenende auf dem Poeten-Fest in Erlangen war ein großer Erfolg.
Zeitgleich bremst mich mein Lendenwirbel aus und macht eine Denkpause. In seiner verdrehten Stellung, geht alles nur noch zeitverzögerter.

Zeit!
Zeit- still zu sein.
Zeit- loszulassen!
Bin in Wartestellung und erwarte nichts. Gut so! Auch schmerzhaft!

An all die, die auch gerade etwas loslassen müssen:
Es geht manchmal nur Schritt für Schritt, aber auch das ist gut so und lässt Platz wirklich mal wieder hinzusehen-

Worauf kommt es wirklich an?

Zusammengefaltet

PapierMeine Wochen fliegen dahin, Tage zur Unmöglichkeit zusammengefaltet wie Texte, in die sich alles hinein interpretieren lässt. Ausgebreitet bin ich erstaunt, was sich in gerade hinter den Kniffen und Kanten verbirgt. So scharf Papier sein kann, so geduldig ist es auch. Die entfalteten Tage zeigen das. Gerade an den Ecken stößt sich die Ruhe. Streckt sich aus und rollt sich zusammen, wie eine Katze im Schatten.

Meine Wochen stoppen, halten die Zeit, nichts bewegt sich. Das Papier knittert, wirft riesige Schatten über all seine Sprünge. Ausgefaltet steht da nichts außer sein Weiß in unendlichen Linien ganz unterschiedlicher Tiefe.
Ich liebe das Unbeschriebene.
Laufe mit farbigen Füßen durch das Papier und wenn Ihr das auch macht,

...können wir uns in diesen Tagen begegnen.

Das Licht der Welt

Licht
Das ist das eine Ende der Welt. Das Andere ist hier.
Als Kind wollte ich Leuchtsterne an der Decke, weil ich das Licht der Welt sehen wollte, weil ich wissen musste, dass sie weiter existiert, selbst wenn ich längst schlafe.
Heute hab ich ein kleines Universum in mir. Ich brauch keine weiteren Lichter.
Auch ihr werdet Eure Sterne eintauschen.
Ich weiß es, weil ich euer Universum schon sehen kann!

Für 10 Minuten

Wartezeit

Kinder erleben die Zeit noch mal anders. Da fühlt sich das 10 minütige Gespräch der Erwachsenen an einer Straßenecke an, wie zwei lange Stunden. Du wartest nun und Du erinnerst mich an mich. Ich seh Dich dort sitzen und bin froh, dass Du noch so klein bist, denn wenn ich Dich jetzt trage, schaffen wir die verlorenen "Stunden" locker aufzuholen.
Mit Dir kann ich noch fliegen!

Mo für Bela