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Wenn Du Bleibst

Wenn Du Bleibst

An den Rändern mancher Reise
Schaukeln Wellen flüsternd leise
Wenn ich dort steh, treibt's mich dann
Ganz weit raus den Rand entlang..

Bis an die Ränder eines Lebens
Ist nichts beschlossen, nichts vergebens
Und immer stell'n die Segel sich
Treibt etwas rein, das andere nicht.

Bin an den Rändern lang getrieben
An seinen Kanten wundgerieben
Wurd abgehangen, aufgenommen
Und einen Teil bin ich geschwommen

Denn in den Ländern jeder Reise
Schaukeln Wellen flüsternd leise
Wenn du da bleibst-treibt's mich dann
Ganz nah an diesen Rand heran..

by M© Vision, 2017

Windstärke 7

Segel


Windstärke 7

6 Tage ohne Land unter den Füßen

Segel setzen und wieder einholen, wechselt sich ab, zwei Halsen fahren und der Tag nähert sich mit 3,9 Knoten dem Kaffeetisch zu. Hier ist alles teilweise, auch regnerisch. Alles in Rationen, in der Messe, in der wir essen, genau wie an Deck.




Milchglas
Mein erster Wunsch wird gleich am ersten Morgen erfüllt. Ab 5 Uhr morgens läutet die Nebelglocke jede Minute für 5 Sekunden!!
Bevor ich verstehe, was mich da weckt, bin ich an Deck und sehe durch Milchglas.. ..genau bis zu dem Moment, in dem sich die Sonne ein kleines Loch kratzt. Großartig!!








Manöver
3 Tage auf dem Boot und manche Sachen werden so unglaublich kostbar. Der Klassenlehrer, der uns begleitet meint, das ist das Yang in der Ernährung. Alles würzig, zu unausgeglichen das Ying. Mir fehlt es nicht an Phantasie mir genau das vorzustellen. Und während alle Anderen Manöver fahren, esse ich soviel ich schaffe, allein um dem Heißhunger entgegen zu wirken.
Das klappt an Abenden, an denen uns Kai seine Schokolade präsentiert...,
besser als an Anderen.




Sternenklar

Sehe auf Sternenklare glatte See. Kein Wind, seit Tagen. Segeln mit 0,6 Knoten Höchstgeschwindigkeit durch das Leuchtalgen durchsetzte Meer. Großartig, wenn wir das leuchten um uns beobachten. Noch großartiger diese Algen in einem Wassereimer zu fangen.
Denn was das Meer heute nicht zum leuchten bringt, schaffen wir mit unseren Händen selbst.





Segeln

Die folgenden Tage bringen Sonne mit und ein wunderbares Hoch. Leider stehen die Isobaren so weit auseinander, das gar kein Wind mehr weht. Mit 0,3 Knoten, erreichen wir den Kaffeetisch nie. Noch schlimmer, wir werden nie wieder schlafen. Weil Tage ohne Wind unendlich lang sind und knurren wie ein alter Diesel.







Okay
Die Abende sind schwer von Ankerlampe und Wärme, so unendlich schön, das keiner je wieder von Board will. Und sie sind trocken, in jeder Hinsicht. Irgendwo findet sich hier der Platz für jede Geschichte, manche so haarsträubend, dass man sich wünscht, es würde langsam wieder morgen werden und die anderen könnten ganze Nächte erhellen, so köstlich sind sie.






24meter


Einige trage ich mit mir rum, seit ich zurück bin. Sie helfen gegen Fernweh, gegen die ersten kalten Tage an Land.
Ich bin zurück, und in mir summt immer noch leise der Wind.







26 Jahre

Du&IchWas uns unterscheidet?- Ist weniger als Du denkst!

26 Jahre vergehen schnell-

irgendwann wird es sich anfühlen,als hättest Du mich eingeholt.

Mit jedem Tag durch euch, werde ich wieder mehr Kind.

Male Uns- in den verrücktesten Farben.
Tauche nach Schätzen.
Renne der Sonne hinterher.
Segel mit dem Wind -& währenddessen werdet Ihr erwachsen.

Denn was unterscheidet- ist einzig die Höhe, aus der wir auf diese Welt sehen!