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Über Träume

FensterManches trägt Dich und manches bricht ein. Brücken sind sie und völlig Zerstörte manchmal auch. Sie stürzen ein oder sie tragen Dich durch eine ganz schlimme Zeit und egal wie verfallen sie auch aussehen, für Jeden sind sie etwas anderes. Meine Träume fanden mich. Ich hab gar nicht gesucht. Sie fanden mich als ich in den Bäumen kletterte, in den 80ern, in knielangen Lederhosen. Sie verknoteten sich in meinen Haaren, als ich meine Kawa mit 180 über die Straßen fuhr und in diesem alten Wrack, dass ich betauchte, über mir 25 Meter Wasser, und in lauter aufsteigenden Blasen tanzte alles in mir nach oben.

Glaub mir, ich kann sie alle sehen, manche platzten, weil ich das, was mich fand nicht halten konnte.

Wann kann man sagen, dass mein sein Leben auf der Reihe hat? Beginnt es knietief in warmen Wasserpfützen? Ab dem ersten Arbeitstag? Mit der Ersten großen Liebe? Beim Klettern über vielleicht noch tieferen Abhängen? Wann wird Dir die Weite Deines Lebens bewusst? Wann das was bleibt?

All das was ich erlöste, was ich verlor, und gerade auch das was mich fand -

Es findet meine Kinder von ganz allein, während sie in den Bäumen klettern und an ihrem Baumhaus arbeiten, verknotet sich in ihren Haaren bei Ostwind mit Blick aufs Meer.
Selbst während sie in einer Wanne voller Schaum sitzen-

Und in lauter aufsteigenden Seifenblasen, tanzt ihr Inneres nach oben.

Ich kann all das sehen.

Für 10 Minuten

Wartezeit

Kinder erleben die Zeit noch mal anders. Da fühlt sich das 10 minütige Gespräch der Erwachsenen an einer Straßenecke an, wie zwei lange Stunden. Du wartest nun und Du erinnerst mich an mich. Ich seh Dich dort sitzen und bin froh, dass Du noch so klein bist, denn wenn ich Dich jetzt trage, schaffen wir die verlorenen "Stunden" locker aufzuholen.
Mit Dir kann ich noch fliegen!

Mo für Bela

Immer Noch Da

träumenDas ist meine Arbeit. Manchmal, wenn ich ganz still werde, sehe ich ihre Träume.
Vielleicht sind Kinder klein und müssen noch wachsen, aber ihre Fantasie ist riesig.
Durch unsere Ansprüche reduzieren wir in kurzer Zeit all das, was dafür da war, unsere Kinder durch ihr Leben zu tragen.
Lassen große Träume schrumpfen & kleine ganz verschwinden.
Manchmal denke ich- wenn ich Kinder fotografiere, kann ich ihre Visionen aufbewahren und irgendwann, wenn sie ihr Bild wieder zur Hand nehmen, werden sie sich erinnern-

....weil das, was sie sich erträumten, immer noch DA ist.