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Blaue Worte, Sand und Meer

Unsere Bibliothek und den Strand haben wir zurückgelassen. Sind heimgekehrt. Eine einzige Spinne rettete sich bis nach Deutschland und stieg zwischen Fehmarn und Plön aus.

145 km geradelt, 6 gejoggt, viele gegangen, gesammelt, gesehen und das Rauschen gehört. Wir haben englisch gelernt und gekocht, manchmal sogar gegessen. 400 Buchseiten gelesen, geschaukelt und in Sonnenuntergängen gebadet.

Wir sind vielleicht zurück- aber wir schwanken noch immer.

Für Zeiten

Der Sonne Licht,
es bricht sich nicht
Es trübt den Blick bei weitem
Selbst wenn ich mich nun weg beweg
Dann ist das nicht für Zeiten

Auch Sonnenlicht verdunkelt sich
Durch Wolken und durch Regen
Könnt ich mich doch vom Angesicht
Davon nur wegbewegen

Die Engländer sie fähren schon
Auf dieser weißen Fähre
Und eh ich mich jetzt wegbeweg
Sehn sie schon längst ins leere

Ins endlos große blaue Meer
So dacht ich nicht im Traume
Nun laufe ich doch hinterher
Und fahr auf ihrem Schaume

Bevor ich dort dann angelang
Lieg ich längst in Gedanken
Um die sich hier nach alter Mär
Schon die Geschichten ranken

by M© Vision, 2017

Short Stories

Wir sind nach ein paar Stunden Fahrt in unserer Dänisch-Deutsch-Englischen Gemeinschaftsküche angekommen. Ein Sommer wie eine Blaupause zum Letzten. Gleiches Haus, gleicher Pool, gleiche Kinder und gleich deutsch-englisch.

Die Bibliothek ist riesig in unserem Haus auf der Insel. Suche jetzt nur noch einen Dänen der mir daraus vorliest. Denn so schön sie auch ist, ich kann nur die Namen auf den Buchrücken lesen. Mir fehlen die restlichen Worte.

Dad

Mein Neffe, 4, diskutiert mit mir auf der Fahrt zum Strand auch gleich aus, warum ich ganz sicher keinen kleinen Bruder haben kann. Erstens ist sein Name Dad. "Und weil das sein einziger Name ist, musst du Dad zu ihm sagen!" Und zweitens sagt Henry: "Dad is big, not little. Da ist er nämlich kleinlich."

Gefilzt

Henrys Katzen in England haben keine Haare, erklärt er mir beim Morgenkaffee. Sie haben Fusseln, das braucht bis ich ihn verstehe.
Sie sind different in ihren Farben, doch bei den Fusseln sind beide gleich. Henry zeigt auf eine der Fleecedecken und sagt so wie this here.
Bürsten wäre wohl mal gut, denke ich.

Raumwunder

Wenn auch seine Katzen keine Haare haben, ist doch sein Haus in West-London big und sein Garden has one hundred Erdbeeren und 3 Gießkannen. Und Flower(s) wohin man sieht. Badezimmer gibt es nicht, dafür two toilets und eine-Million-886 stairs nach oben, sagt er. Falls man dann dort je ankommt, ist die Aussicht auf Sterne wohl ganz gut. Näher kann man dem Himmel kaum noch kommen.

Die Häuser in England sind zuweilen schmal und hoch und echte Raumwunder.

Was bin ich froh, dass dieses hier breit ist und der Garten nicht ganz so voll, dafür stufenlos weitläufig..

Wir haben also fast alles, sogar Haare..

naja bis auf:

Suche Dänen für 5 Tage!