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Vom Laufen

Meine Tour ist beendet und mein Herz klopft in meinen Beinen. Warum ich laufe? Weil ich es liebe zu atmen. Ich hab den Medizinischen Kurs gelesen und verstehe, dass die Blüte duftet, weil sie sich dem Festwerden entzieht. Also nehmen wir sie auf. Auch wir entsprechen dem Ätherischem und genau dort empfinden wir. An der Oberfläche. Ich laufe weil ich dann fliegen kann. Ich mag den Wald am Ende des Weges und atme ihn ein. Vielleicht entziehen wir uns beide der Festigkeit. Laufen ist eines der natürlichsten Dinge, die wir tun können. Jeder kann das. Goethe, der beim Spazierengehen beide Arme wild schwenkte, sagte so gehe er naturgemäßer. Ein Relikt des vierbeinigen Tieres. Er sah es als Beweis dafür, dass Mensch und Tier einen gemeinsamen Vorfahren hätten und erntete besorgte Blicke. Aber es machte ihm nichts aus. Ich atme auf meinen Wegen immer ein Stück Wald ein und wenn ich Zuhause bin das aus, was keinen langen Atem hat. 6 km durch den Wald gelaufen und 820 ml Flüssigkeit verbraucht. Auf 1:56 min/km beschleunigt und mit bis zu 172 Herzschlägen begleitet. Das sind die Zahlen. Das wichtigste aber bleibt unsichtbar. Darum laufe ich!